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Wenig Geld, viel Wohnnmobil? Zu diesem Vergleichtest len wir Forster und Sunlight mit zwei exakt gleich langen T-Modellen antreten.

Zwar liegen T 699 HB mit 47.000 Euro und T 65 mit 44.000 Euro Grundpreis etwas unter der 50.000-Euro-Marke, doch wie üblich kommen dazu noch unvermeidliche Optionen und Pakete. Darum haben wir beide mal gedanklich mit Extras auf rund 50.000 Euro aufgerüstet und uns gefragt: Welcher ist der bessere Deal?

Beim Forster reichen das Sicherheits- und das Reisekomfortpaket, um die Marke von 50.000 Euro zu durchbrechen. Beim Sunlight sind das Basic- und das Chis-Paket obligatorisch. Rechnet man das Hubbett, den großen Kühlschrank und die zweite Garagentür hinzu – beim Forster jeweils serienmäßig –, sind auch hier gut 50.000 Euro fällig. Damit erfüllen sich zwar sicher noch nicht alle Wünsche, aber eine vernünftige Grundlage ist gelegt.

Wer übrigens in Modellen der Einsteigerkle eine zwar zweckmäßige, aber freudlos gestaltete Inneneinrichtung erwartet, wird im Sunlight – und noch mehr im Forster – angenehm überrascht. Zur aktuellen Saison haben beide Günstigmarken ihre Innenausstattung sichtbar aufgepeppt. Während Sunlight vor allem auf die veredelnde Wirkung mattweißer Hängeschrankklappen setzt, vertraut Forster auf cremeweiße Hochglanzoberflächen kontrastiert mit dunkelbraunen Streifen.

Geschickt integrierte Ambientebeleuchtungen setzen die Interieurs effektvoll ins Licht – im Forster noch etwas pfiffiger und zudem serienmäßig. Der Sunlight ist generell weniger spendabel, lockt dafür aber – wie erwähnt – mit dem geringeren Grundpreis. Doch wer ist am Ende preiswerter?

Forster T 699 HB
Basisfahrzeug: Fiat Ducato, Frontantrieb, 130 PS
Testverbrauch: 11,8 L / 100 km
Gurt-/Schlafplätze: 4–5/4–5
Zulässiges Gesamtgewicht: 3500 kg
Leergewicht: 3000 kg
Zuladung gesamt: 500 kg
Länge: 6,99 m
Grundpreis: ab 46.990 Euro
Testwagenpreis: 53.479 Euro

Sunlight T 65
Basisfahrzeug: Fiat Ducato, Frontantrieb, 130 PS
Testverbrauch: 11,9 L / 100 km
Gurt-/Schlafplätze: 4–5/2–5
Zulässiges Gesamtgewicht: 3495 kg
Leergewicht: 3100 kg
Zuladung gesamt: 395 kg
Länge: 6,99 m
Grundpreis: ab 43.899 Euro
Testwagenpreis: 52.337 Euro

Für das promobil-Leergwicht wurde das Testmobil mit 100 % Kraftstoff, Frischwer und Gas sowie Extras mit rund 60 kg radweise gewogen.

Die Sitzgruppe vermittelt in der Regel den ersten Eindruck vom Wohncharakter eines Reisemobil-Modells. Hier kann der Forster T auf Anhieb punkten, denn die Sitzgruppe fällt spürbar größer aus. Die L-Bank ist gemütlicher, der freistehende Tisch hat eine deutlich größere, gut positionierbare Platte und die Seitenbank gegenüber offeriert einen Sitzplatz mehr. Nicht ohne Wirkung bleibt auch die um rund 15 Zentimeter größere Stehhöhe unter dem Hubbett des Forster.

Hauptgrund dafür, d man im Sunlight schneller den Kopf einziehen muss, ist das Bodenpodest, auf dem die Sitzgruppe steht. Das bedingt auch eine Stolperstufe mitten im Fahrzeug, an die man sich erst gewöhnen muss. Beim Forster folgt die Niveauerhöhung erst an der Schwelle zum Fahrerhaus, was beim Durchgang zwar weniger stört, aber die Cockpitsessel auch weniger gut in die Sitzrunde einbindet. Insbesondere kurzbeinige Personen sitzen hier unkomfortabel. Weitere Vorteile des Sunlight-Podests: Platz für ein integriertes Staufach und die Nutzung als Installationsraum für Elektro- und Warmluftleitungen.

Den optischen Eindruck der Forster-Sitzmöbel veredeln die cremeweißen Kunstlederbezüge. Doch im Gebrauch ist das Material im Winter kühl, im Sommer dagegen schweißtreibend. Die schlichteren Mikrofaserstoffbezüge des Sunlight sind da einfach praxistauglicher und die merklich angeschrägte Lehne macht die Querbank bequemer.

Deutlich mehr Stehhöhe bekommt, wer auf das Hubbett über der Sitzgruppe verzichten kann. Damit wird insbesondere der Forster zum Tipp für großgewachsene Paare. Beim Sunlight kostet das manuell absenkbare Hubbett generell extra. Beim Forster ist das elektrisch betätigte Bett dagegen serienmäßig, kann aber – preisneutral – abgewählt und durch ein Panorama-Dachfenster ersetzt werden.

Beide Hubbetten sind für ein bis zwei Personen ausgelegt. Das Sunlight-Exemplar kann mit etwas mehr Breite aufwarten. Der Liegekomfort ist mit ähnlich en Matratzen auf Tellerfedern hier und klischem Lattenrost beim Forster auf vergleichbarem Niveau. Mehr Kopffreiheit, zwei e Lesespots, mehrere Ablagen und ein besserer Herausfallschutz zahlen zudem auf das Forster-Konto ein.

Großgewachsene Personen fühlen sich in den Heckbetten wohler. 2,10 Meter ist die Matratze im Sunlight lang, im Forster sogar 2,12 Meter. Und bis zu den Seitenwänden bleiben jeweils noch fünf Zentimeter Luft, so d sich Camper mit Gardemaß so richtig ausstrecken können. Die Liegebreite ist mit durchgängig 1,31 Meter beim Forster und 1,28 bis 1,38 Meter beim Sunlight aber nur durchschnittlich. Der größte Nachteil von Querdoppelbetten ist der mühsame Zugang.

Die beiden Kontrahenten verfolgen verschiedene Strategien, um dieses Problem klein zu halten. Im Sunlight hilft eine feste Treppenstufe beim Aufstieg, zudem ist die Zustiegsbreite relativ groß. Der Forster setzt auf ein manuell um rund 45 Zentimeter höhenverstellbares Bett – mittels Kurbeltrieb in der Heckgarage. In unterster Position ist der Einstieg ohne Steighilfe möglich, ganz oben muss dagegen eine Alu-Einhängeleiter bemüht werden, die überdies mit der Badtür ins Gehege kommt.

Die 45 Zentimeter extra im Forster wirken sich natürlich auch stark auf die Kopffreiheit aus, die in oberster Stellung unter den Hängeschränken auf knappe 37 Zentimeter schrumpft. Für die Preiskle ungewöhnlich aufwendig haben die Forster-Macher die Heckwand innen verkleidet mit einer weißen Platte mit starker Oberflächenstruktur, die zudem effektvoll von der Seite beleuchtet wird.

Im Sunlight-Schlafzimmer sind die Wände dagegen ringsum ziemlich nackt. Allerdings wandelt sich auch im Forster das Bild beim Herunterkurbeln des Betts, wenn nicht nur kahle Seitenwände, sondern auch die Dichtgummis und Schlösser der Garagentüren offen sichtbar werden. Eine Verkleidung etwa mittels Stoffbalg wäre hier angebracht. Ablagen und Lesespots gibt es hier wie da, eine 12- und 230-Volt-Steckdose aber nur am Forster-Bett.

Quer vor das Bett stellen die Sunlight-Entwickler den Sanitärtrakt, rechts das Bad und links die Dusche, die sich per über den Gang schließbarer Tür zum Raumbad verbinden len. Vorteil ist die große Bewegungsfreiheit, die man hier genießt. Kleider- und Regalschrank finden sich ebenfalls hier, so d sich gleichzeitig ein bequemer Umkleidebereich ergibt. Die separate Dusche überzeugt zudem durch eine großzügige Ellenbogenfreiheit und Stehhöhe – für Vielduscher ein echtes Plus.

Das Bad mit Toilette lässt sich unproblematisch parallel nutzen, selbst wenn die Beinfreiheit auf dem Thron bei geschlossener Badtür etwas knapp wird. Das Sauberhalten ringsherum ist wegen enger Ecken allerdings nicht so einfach. Das gilt aber genauso für das Forster-Bad. Auf eine abgetrennte Duschkabine muss man auch hier nicht verzichten, sie ist aber mit knapperem Zuschnitt direkt an das Bad angedockt und damit nicht völlig separat nutzbar. Ein Fenster, ein wertigeres Waschbecken sowie relativ viele Accessoires sind hier Plute. Im Sunlight machen sich besonders Trockenstangen für feuchte Handtücher und Kleidung auch in der Dusche nützlich.

Mehr Übereinstimmung herrscht bei der Küchengestaltung in Winkelform. Der Nachteil dieser Anordnung ist häufig der Mangel an echter Arbeitsfläche – so auch hier. Während die Forster-Kombüse wenigstens etwas Fläche zwischen Kocher und Spüle aufweist, bleiben im Sunlight nur die Abdeckplatten von Herd und Spülbecken. Das liegt aber auch daran, d sich der Kocher auf mehr Fläche ausbreiten darf und damit Platz für größere Töpfe und Pfannen bietet. Bei allem Sparbestreben unverständlich: Beide verzichten auf eine Zündhilfe für die Flammen.

Drei Schubladen helfen jeweils, die Kochutensilien zu sortieren. Nur im Forster macht sich im tiefen Küchenschenkel zudem ein praktischer Korbauszug nützlich, ebenso wie der serienmäßige 142-Liter-Kühlschrank. 113 Liter Kühlvolumen im Sunlight sind etwas mager – die Aufstockung auf 167 Liter zu empfehlen.

Hängt das Bett ganz oben, besticht die Forster-Garage vor allem durch eins: Ladevolumen. Zwei große Außentüren und eine kleine Innentür sorgen zudem für sehr gute Zugänglichkeit. Zwei bis drei Fahrräder kommen aber auch im knapperen Sunlight-Gepäckraum unter. Die zweite, kleinere Tür links kostet extra. Zurrösen zur Ladungssicherung sind dagegen serienmäßig vorhanden, wie auch sechs Fächer für Kleinteile – auf beides muss der Forster-Lademeister verzichten.

Unterschiede zeigen sich auch beim Beladen der Stauräume im Wohnraum – nicht unbedingt bei den jeweils fünf Hängeschränken, aber beim Kleiderschrank. Das Forster-Exemplar findet sich zwischen Kühlschrank und Heckbett, ist erfreulich groß und in guter Sichthöhe eingebaut – allerdings ohne Beleuchtung. Hemden und Jacken hängen im Sunlight ganz hinten rechts in einem deutlich schmaleren, etwas verwinkelten, aber beleuchteten Kleiderschrank. Um dem Platzmangel für Stangenware abzuhelfen, gibt es auf der linken Seite einen praktischen raumhohen Wäscheschrank mit fünf Regalfächern.

Die Truhen der Seitenbänke offerieren bei beiden auch noch etwas Stauraum, besser zugänglich beim Sunlight, der außerdem mit einem Stufen– und zwei Podestfächern weitere, geschickte Unterbringungsmöglichkeiten für Kleinteile bietet. Einigkeit herrscht bei den offenen Ablagen, die jeweils über den Kühlschränken und in den T-Hauben über den Fahrerhäusern zu finden sind. Von der Sitzgruppe aus muss man also – so oder so – aufstehen, um etwas zwischenlagern zu können. Insgesamt kann sich keiner der Kontrahenten in Sachen Stauraum entscheidend vom anderen absetzen.

Bei den Zuladungsreserven liegt dagegen der Forster leicht vorn. Okay, der Sunlight-Testwagen trat mit einem deutlich schwereren Extra-Paket an – 195 zu 60 Kilo –, aber einiges davon ist beim Forster eben auch schon serienmäßig an Bord. So oder so halten beide, bei zurückhaltendem Einsatz von Extras und Gepäck, für eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern genügend Reserven bereit. Mit vier Erwachsenen oder gar fünf – beide bieten optional einen Zusatzgurtplatz auf der Seitenbank an – ist eine Auflastung nötig. Die Sunlight-Preisliste offeriert mit relativ geringem finanziellen Aufwand rund 350 Kilo mehr Zuladung. Forster stellt entweder die „kleine Lösung“ auf 3,65 Tonnen oder das Maxi-Chis mit 4,25 Tonnen Gesamtgewicht zur Auswahl. Vorteil dieser teureren, aber sinnvollen Lösung: Auch die zulässigen Achslasten erhöhen sich entsprechend.

Fünf Jahre Dichtigkeitsgarantie gewähren beide Marken auf ihre Aufbauten, und die Dächer sind jeweils mit GfK weitgehend vor Hagelschäden geschützt. Doch damit enden auch schon die Gemeinsamkeiten. Sunlight vertraut darüber hinaus einer klischen Aufbaukonstruktion mit Holzverstärkungen und EPS-Schaumdämmung. In die Seitenwände mit Alu-Haut sind einfache vorgehängte Fenster eingesetzt. Der Kabinenunterboden besteht aus Sperrholz mit Schutzanstrich, der turnusmäßig untersucht und gegebenenfalls nachgebessert werden muss. Immerhin: Die Seitenschürzen sind aus robustem Alu und die Verarbeitung ist tadellos.

Der in einem italienischen Werk der Trigano-Gruppe hergestellte Forster setzt schon in dieser Preiskle auf einen komplett holzfreien Aufbau. Statt Latten kommen Kunststoffleisten als konstruktiveElemente zum Einsatz. Gedämmt wird teils mit EPS, teils mit wertigerem XPS. Die Sandwichplatten sind rundum – außen wie innen – mit GfK beplankt. Das verspricht lange Haltbarkeit, wirkt im Wohnraum jedoch stellenweise kahl. Bemerkenswert für die Einsteigerkle sind zudem die serienmäßigen PU-Rahmenfenster. Übrigens keine optische Täuschung: Das Dach fällt schräg nach hinten ab, um Regenwer ablaufen zu len.

Das große Dachfenster in der T-Haube über dem Fahrerhaus kostet dagegen hier wie da Aufpreis. Nur beim Forster gibt es zudem die Option, die schlichte Serien-Aufbautür gegen ein höherwertiges Exemplar zu tauschen – wie im Testwagen. Für 590 Euro extra ist die Pforte nicht nur er und stabiler, sondern hat auch ein Fenster und einen Mülleimer integriert. Zudem sind ihre doppelten Schlossfallen in die Funkzentralverriegelung des Fahrerhauses eingebunden – ein deutlicher Komfortgewinn.

Von der Bordtechnik sollte man in dieser Preiskle keine allzu großen Sprünge erwarten. Die Frischwervorräte erreichen durchschnittliches Niveau. 40 Liter mehr ft allerdings der Abwerspeicher des Forster – das kann die Suche nach einer Entsorgungsmöglichkeit entspannen. Beide Abwerbunker sind mittig unterflur montiert und nur gegen Aufpreis frostgeschützt. Die Ablventile sind jeweils von der Seite zu öffnen – im unmittelbaren Spritzbereich der Ablaufstutzen – nicht die feine Art. Entsorgt werden muss hin und wieder auch die Toilette. Der Kettenschacht im Forster ist so gestaltet, d er besser sauber zu halten ist.

Die Bordstromversorgung muss im Forster mit einer einfacheren Flüssig-Batterie auskommen. Versorgt werden damit zwar mehr 12-Volt-Steckdosen als im Sunlight, der aber dafür bei den 230-Volt-Anschlüssen vorn liegt. Zwei davon gehen jedoch auf das Konto des Basic-Pakets, ebenso wie die LED-Ambientebeleuchtung. Insgesamt lässt sich der Forster er beleuchten, allerdings ist die Schalteranordnung teils gewöhnungsbedürftig.

Für den Wintereinsatz zeichnet sich der Sunlight durch die 6000-Watt-Serienheizung und eine aufwendigere Warmluftverteilung aus. Drei statt eines Ausströmers in der Sitzgruppe ergeben bei Minusgraden einen spürbaren Komfortgewinn. Am unisolierten Garagenboden können allerdings schon mal Gepäckstücke festfrieren – im Forster gibt es hier immerhin eine dünne Dämmschicht. Bei Sicherheit und Verarbeitung zeigt der Sunlight mehr Sorgfalt im Detail, beispielsweise durch entschärfte Möbelkanten und sauberer gezogene Dichtfugen.

Am Ende wird abgerechnet. Und das bedeutet dann eben auch die Erkenntnis, d sich der verlockende Preisvorteil von über 3000 Euro zu Gunsten des Sunlight schnell relativiert. Die beiden jeweils fast obligatorischen Grundpakete sind beim Sunlight teurer, und wenn man zudem die Ausstattung mit Hubbett, großem Kühlschrank und zweiter Garagentür auf Forster-Niveau auffüllt, bleiben nur noch rund 500 Euro Preisunterschied. Der kann die deutlich hochwertigere Aufbaukonstruktion des Forster bei weitem nicht aufwiegen, auch wenn der Sunlight mit der Truma Combi 6 und den Zurrösen in der Garage noch ein paar weitere kleine Ausstattungs-Highlights anführen kann.

Empfehlenswert für beide sind darüber hinaus die optionalen Dachfenster in den T-Hauben, die für mehr Licht und Luft und damit eine deutlich angenehmere Atmosphäre in den Sitzgruppen sorgen. Für den Ganzjahreseinsatz unverzichtbar sind zudem die frostgeschützten Abwertanks.

Mit dem Chis-Komfort- und dem Active-Paket lässt sich der Sunlight zusätzlich optisch aufpeppen – darin enthalten sind beispielsweise die silbergrauen Seitenwände des Testwagens. In dieser Hinsicht sieht Forster wenig Bedarf, bietet lediglich Alufelgen an. Das Preis-und-Service-Kapitel entscheidet am Ende der Sunlight doch noch denkbar knapp für sich, weil er mit seinem dichten Servicenetz von mehr als viermal so vielen Händlern in Deutschland nochmal kräftig punkten kann.

Der Forster ist mit einem kleineren Achsabstand (3800 mm) unterwegs als der Sunlight (4035 mm). Der kürzere Radstand sorgt für einen kleineren Wendekreis, was sich beim Rangieren positiv bemerkbar macht. Die größere Schrittweite des Sunlight resultiert dagegen in einem ruhigeren Geradeauslauf und einem kürzeren Hecküberhang. Beide Varianten haben bei dieser Fahrzeuglänge ihre Berechtigung.

Ansonsten sind beim Fahren keine allzu großen Unterschiede festzustellen – erwartbar, denn beide setzen ihren Aufbau auf einen Fiat Ducato mit Flachrahmen und 130-PS-Motor. Auch Länge, Breite, Höhe und Gewicht unterscheiden sich zu wenig, um sich im Fahreindruck auszuwirken.

Während der Forster-Testwagen allerdings auf den Serien-15-Zoll-Rädern rollte, trat der Sunlight mit den auch beim Light-Chis ab Werk erhältlichen 16-Zoll-Rädern an. Eine nicht nur optisch lohnenswerte Invesion, die sich auf Fahrstabilität und -komfort, Traglastreserven und Bremsweg positiv auswirkt. In puncto Geräuschentwicklung während der Fahrt sind beide Kontrahenten weder Radaubrüder noch ausgesprochene Leisetreter – mit kleinen Vorteilen für den Sunlight, dessen Ausbau weniger von sich hören lässt.

(maximal 5 Punkte möglich)

Wohnen – Forster: 3,2 Sunlight: 3,0

Der Forster punktet mit der großzügigeren Sitzgruppe und den etwas besser ausgestatteten Betten. Der Sunlight lockt vor allem mit seinem Raumbad und der separaten Dusche. Küche und Möbelbau liegen insgesamt auf vergleichbarem Niveau.

Beladen – Forster: 3,3 Sunlight: 3,2

Beim Forster sind Garage und Kleiderschrank deutlich größer. Dagegen ist die Ausstattung der Sunlight-Garage besser und es gibt einen zusätzlichen Wäscheschrank und weitere Fächer. Der Forster bietet mehr Zuladung und Auflastungsoptionen.

Technik – Forster: 3,1 Sunlight: 3,1

Der Forster prescht vor allem durch seine modernere Aufbaukonstruktion nach vorn. Bei Sicherheit, Verarbeitung und Wintertauglichkeit hat dagegen der Sunlight die Nase vorn.

Preis & Service – Forster: 3,8 Sunlight: 3,9

Ausstattungsbereinigt sprechen noch konstruktive Vorteile für den Forster. Der Sunlight hat das dichtere Servicenetz.

Fahren – Forster: 3,1 Sunlight: 3,1

Die größten Unterschiede beim Fahren sind vor allem durch die verschiedenen Radstände bedingt. Die Vor- und Nachteile heben sich dabei aber praktisch weitgehend auf.

Duell auf Augenhöhe: Identische Noten = austauschbare Modelle? Auch wenn die Schlussbewertung fast gleich ausfällt, zeigen die Kontrahenten deutliche Charakterunterschiede – wie in den Unterkapiteln klar zu sehen ist.

Die Stärken des Forster: die Sitzgruppe, die Betten, die Zuladung und die Aufbautechnik. Der Sunlight kontert beim Bad, bei der Sicherheit, der Verarbeitung, der Wintertauglichkeit und beim Servicenetz. Sein verlockend niedriger Grundpreis relativiert sich allerdings, bringt man ihn auf das höhere Ausstattungsniveau des Forster.

Am Ende entscheiden persönliche Prioritäten – meiner Ansicht zu Gunsten des Forster mit dem moderneren Aufbau.

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